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21.08.2017 20:07:00
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Klassenfahrt-Regel: Schwule zu den Jungs

Direktor bleibt hart

Wie das schwule Online-Magazin Mannschaft berichtet, wehrt sich derzeit ein 15-Jähriger in Mecklenburg-Vorpommern gegen die Diskriminierung seines Direktors.


Aber erst mal von vorne. Tim Endert kämpft seit seinem Outing gegen Mobbing seiner männlichen Mitschüler. Jungs, mit denen er vor seinem Coming Out befreundet war, haben sich völlig zurückgezogen. Wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Klar, dass der Schüler mit keinem der Jungs auf Klassenfahrt ein Zimmer teilen möchte. Die Mädels seiner Klasse wollten ihn aber in ihrem Zimmer aufnehmen, die Eltern der Kinder haben kein Problem damit – der Direkter des Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Ulf Burmeister will das aber ganz und gar nicht sehen: Jungs schlafen nun mal nicht bei Mädels im Zimmer.


Der Schüler sieht das aber völlig anders, denn die Sicherheitsvorkehrungen seien schließlich nur deshalb getroffen werden, damit Geschlechtsverkehr mit dem anderen Geschlecht ausgeschlossen werden könne. Da er aber eben nicht heterosexuell sei, bestehe hier auch keine Gefahr. Ein Sonderwunsch für den Direktor, er solle keinen großen Aufstand machen und wenn ihm fad sei, dann solle er eben ein Buch lesen.
Jetzt stellt der junge Mann eine weitere Frage: Wie sollen sich LGBTIQ-Jugendliche beim Lehrkörper outen, wenn sie nicht ernst genommen werden. Auch eine Onlinepetition gibt es bereits, denn schließlich müsse sich etwas ändern.